EINGEWÖHNUNG

Gedanken zur Eingewöhnung:


Ankommen

Wir bitten um ganz viel Geduld: Nehmen Sie sich für die Eingewöhnung 8 – 12 Wochen Zeit. Sprechen Sie sich mit ihrem zukünftigen Arbeitgeber ab. Braucht die Eingewöhnung länger als gedacht ist es immer schwierig und es gibt für alle Parteien –Stress den wir vermeiden wenn wir von vornherein eine längere Eingewöhnung in Betracht ziehen.
Für ihr Kind ist es leichter, wenn die Eingewöhnung von immer der gleichen Bezugsperson erfolgt, wie auch wir darauf achten, dass ihr Kind in der ersten Zeit immer von der gleichen Erzieherin umsorgt wird. Zwischen uns Erwachsenen entstehen im Miteinander leichter Gespräche und auch Vertrauen untereinander kann sich leichter einstellen und bilden, wenn die Gesprächspartner nicht ständig wechseln.
Sinnvoll ist es wenn in die Zeit der Eingewöhnung kein Urlaub und kein Umzug fällt. Dies wären zusätzliche neue Reize, die verarbeitet werden müssen und mit dem Urlaub wäre auch der Prozeß der Eingewöhnung unterbrochen und oft ist damit ein Rückschritt verbunden.

Kennen lernen

Sie sind in den ersten Tagen der Ruhepool für ihr Kind und ganz natürlich mit dabei. Wir geben dem Kind die Möglichkeit individuell auf das was es vorfindet zuzugehen. Es kann einfach nur schauen und ganz bei Ihnen in der Nähe bleiben oder auch gleich in den Raum vordringen und zu spielen beginnen. Wir drängen das Kind nicht in den Krippenalltag, sondern ihm wird alle Zeit gelassen, die es braucht.
Der Prozess der Trennung wird begünstigt, wenn Sie in der Rolle des Ruhepols bleiben und sich dabei innerlich zurückziehen und keine Spielprozesse leiten und mit anderen Kindern spielen. Sie sind aufmerksam bei Ihrem Kind ohne äußerliche Aktivität. Sie werden Beobachter.
Auch die Bezugserzieherin ist erstmal nur Beobachter und interagiert erst nur sehr wenig mit Ihrem Kind. Es werden erstmal nur ganz zarte Bande geknüpft, die sich jeden Tag ausdehnen.
Jeden Tag bleiben wir innig im Gespräch miteinander über die Eingewöhnung und entscheiden den weiteren Verlauf gemeinsam.

Übergang von Kennen lernen zum Vertrauen fassen

Am Anfang wird die Pflege des Kindes von der Mutter übernommen. Ist ein erstes Vertrauensband gefasst, darf dies auch die neue Bezugsperson mit dem Kind gemeinsam gestalten.

Vertrauen fassen 

Nun können wir die ersten Schritte zur Trennung vollziehen. Wichtig ist es zu wissen, dass ihr Kind weinen DARF. Ein Trennungsschmerz ist ganz natürlich und bleibt meist nicht aus. Er ist im Grunde ein gutes Zeichen. Sie können darauf vertrauen, dass der Moment schnell vorübergeht. Wir lenken das Kind ab und führen es ins Spiel. Wenn Sie im Haus warten und Ihr Kind weinen hören, warten Sie bitte. Wir holen Sie dazu, wenn wir das Empfinden haben, das Kind lässt sich nicht beruhigen und trösten.
Wir wissen, dass es für Sie viel schwerer ist als für uns. Doch hier brauchen wir Ihr Vertrauen. Wir können aus unseren Erfahrungen viel abspüren und sind jeden Tag mit Ihnen im Gespräch um die Trennung individuell zu gestalten.
Täglich schauen wir beim Abholen, wie weit die Trennung ausgedehnt werden kann. Sobald Sie die Einrichtung verlassen können, dehnt sich die Betreuungszeit auch auf die Schlafenszeit mit aus. 
Sie ist der letzte Eingewöhnungsschritt. 
In der ganzen Zeit bitten wir Sie, immer für uns erreichbar zu sein.

Ihr Kind ist bei uns angekommen

Das heißt Sie und Ihr Kind fühlen sich wohl. Wir werden zu einer kleinen zweiten Heimat. Das Kind besucht täglich die Einrichtung und Sie gehen Ihrer Tätigkeit mit Vertrauen auf Ihr Kind und uns nach.