KLASSENFAHRTEN

Von der fünften bis zur achten Klasse werden jährlich Fahrten durchgeführt.


Hier berichtet eine Achtklässlerin von ihrer Klassenfahrt ins Waldschulheim:

Montag
An einem kühlen Montagmorgen, dem 24. Oktober 2018, trafen wir uns am Überlinger Busbahnhof und fuhren mit der Buslinie 500 nach Sigmaringen. Dort ging es dann mit Zug-Zug­ Bus weiter und endete beim Waldschulheim in Indelshausen.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, trafen wir uns in einem alten Klassenzimmer und besprachen die Hausordnung.

Um 18 Uhr gab es ein köstliches Abendessen. Danach haben wir an einer kleinen Dorfrallye teilgenommen. Um 21.30 Uhr mussten wir uns fürs Zu-Bett-Gehen richten, so dass es um 22 Uhr leise war. PS.: War es natürlich nicht!!!!!

Dienstag
Am Dienstagmorgen mussten wir um 6.45 Uhr aufstehen und um 7 Uhr beim Frühstück sein. Das war echt stressig. Nach dem Frühstück haben wir uns ganz warm angezogen, sind nach draußen gegangen und haben uns mit Morgengymnastik für die Arbeit im Wald aufgewärmt.

Wir sollten am ersten Arbeitstag in einen Wald gehen, der 3km vom Waldschulheim entfernt war: das hieß dann wohl laufen...? Wir brauchten ungefähr 20 Minuten. Ich konnte leider nicht mitlaufen, da ich am Tag zuvor bei der Dorfrallye gestürzt war.

In der Wacholderhalde waren wir dann zum Schneiden der Sträucher. Es war sehr kalt; die meisten wollten zurück, es gab sogar ein paar Tränen. Aber dann haben wir es doch alle geschafft.

Mittwoch - zweiter Arbeitstag
6.45 Uhr aufstehen, 7 Uhr frühstücken, warm anziehen, rausgehen, aufwärmen, so wie am Dienstag. Doch dann sind wir zum Bus gegangen und durften fahren, da der Wald viel weiter weg war, als der vom Vortag. Wir haben uns im Bus aufgewärmt und nochmal ein bisschen ausgeruht, bevor es wieder an die Arbeit ging.

Wir haben mit anderen Bestandteilen vermischtes Schafsfett in einer Sprühflasche und Schafswolle bekommen, um damit kleine Tannen vor Rehen zu schützen. Entweder wurden die Tannenspitzen mit dem Schafsfett angesprüht oder es wurde aus der Wolle ein ganz kleiner, nahezu durchsichtiger Schal geformt.

Donnerstag - dritter Arbeitstag
So wie Dienstag und Mittwoch das gleiche Morgenprogramm. Doch dieses Mal war der Wald 40 Minuten entfernt. Die Busfahrt hat einen Riesenspaß gemacht, weil der Busfahrer das Radio anmachte. Es fühlte sich an, als würde der Bus auf der Straße hüpfen. Wir haben Musik echt mega vermisst; vielleicht nicht alle, aber doch die meisten.

Im Wald angekommen war dieses Mal Eicheln Aufsammeln angesagt. Nach ungefähr einer Stunde inklusive Pause waren wir fertig und hatten 103 kg Eicheln gesammelt.

Abends haben wir uns nach dem Essen draußen getroffen und eine Nachtwanderung gemacht. Vielen hat es gefallen, aber manchen ging es nicht gut und sie hatten Angst. Es haben trotzdem alle geschafft, und ich bin stolz auf uns, dass wir es alle zusammen geschafft haben.

Freitag - letzter Arbeitstag im Wald
Ich bin irgendwie froh, aber ich weiß, dass ich es vermissen werde. Gemeinsam mit der Klasse macht es schon auch Spaß.

Wir sind wieder Bus gefahren mit Musik. In Zweiergruppen sind wir mit einer großen Säge, die man bis zu 5 Meter ausziehen konnte, und einer kleinen Säge, mit der man die unteren dünnen Äste wegmachen konnte, an einen Baum gegangen, um zu arbeiten. Manche haben eine Zange bekommen, damit sie die Bäume, die mit Draht umwickelt waren, wegmachen konnten. Der Draht wurde klein gebogen und zum Anhänger gebracht. Als alles wieder aufgeräumt war, gingen wir zum Bus und fuhren zurück.

Nach dem Essen hatten wir frei. Wir sind in einer kleinen Gruppe von 6 Schülern losgelaufen und haben uns Eis geholt - im Lautertal gibt es das beste Eis! Wir sind auch an die Lauter gegangen, und eine Freundin und ich sind rein gesprungen. Das Wasser hatte ungefähr 13 Grad. Es hat sehr Spaß gemacht - war nur ein bisschen kalt!

Samstag
Wir durften endlich mal wieder ausschlafen; das heißt wir mussten erst um 8 Uhr beim Frühstück sein, denn Samstag war unser freier Tag. Man konnte eigentlich machen, was man wollte. Wir hätten auch den ganzen Tag schlafen können…

Sonntag
Ausschlafen, Frühstück um 8 Uhr, schon Mal ein bisschen die Sachen zusammensuchen.

Waldrallye

Wir bekamen ein Blatt mit Aufgaben und mussten diese lösen oder finden - das war lustig und hat Spaß gemacht. Als wieder alle da waren wurden die Ergebnisse ausgewertet, wir wurden getestet. Am Ende haben zum Glück alle bestanden!

Montag
Packen; die Sachen mussten gepackt werden, die Zimmer aufgeräumt und sauber gemacht werden.

Dienstag - der letzte Tag
Nach dem Frühstück war nochmal arbeiten angesagt. Manche haben alle Mülleimer aus dem Haus geholt und neue Tüten eingelegt; manche sind ums ganze Haus gelaufen und haben den Abfall eingesammelt. Andere haben die Arbeitsjacken im Trockenraum aufgehängt und den Boden gekehrt usw. Nachdem alles erledigt war, trafen wir uns im alten Klassenzimmer und besprachen die vergangene Woche und haben einen Teil des Films „Das grüne Wunder" angeschaut. Dann holten wir unsere Taschen und los ging die Rückfahrt nach Überlingen.