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Aufarbeitung von Gewalt beginnt

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50jährigen Bestehen unserer Schule im vergangenen Schuljahr haben wir uns nicht nur an schönen Erinnerungen erfreut, sondern auch Licht in die „dunklen Ecken“ der Schulvergangenheit geworfen, und sind dabei vor allem mit einem rund 30 Jahre zurückliegenden Fall von sexuellen Übergriffen und psychischer sowie physischer Gewalt durch einen ehemaligen Lehrer unserer Schule konfrontiert gewesen. Es entstand der Entschluss, nun die Aufarbeitung dieses Falles in Angriff zu nehmen. In Zusammenarbeit mit Schüler*innen der damaligen Klasse wurde nach einer erfahrenen externen Stelle gesucht, die sowohl die Prozessführung als auch die wissenschaftliche Aufarbeitung und Dokumentation übernehmen kann. Mit dem in München ansässigen IPP (Institut für Praxisforschung und Projektberatung) konnte ein solcher Partner gewonnen werden, und nun beginnt deren Arbeit. Konkret wird das IPP, neben Einsicht in alle in der Schule noch verfügbaren Dokumente, Interviews mit ehemaligen Lehrkräften, Schüler*innen und ggf. Eltern der betroffenen Klasse führen, um so ein möglichst umfassendes Bild der damaligen Situation und Geschehnisse zu erhalten. Die potenziellen Ansprechpartner*innen werden gezielt angeschrieben, ob sie zu einem (selbstverständlich vertraulich geführten und anonymisiert ausgewerteten) Interview bereit sind. 

Wir möchten uns mit dieser Aufarbeitung nicht nur unserer Verantwortung für diesen leider sehr dunklen Teil unserer Schulgeschichte stellen, sondern auch den damals von der Gewalt betroffenen Schüler*innen Raum für die Aufarbeitung bieten sowie Respekt zollen, was beides nicht oder nur unzureichend geschehen ist. Außerdem möchten wir für das derzeit in Erarbeitung befindliche Schutzkonzept aus der Aufarbeitung lernen, um für die Zukunft sicherzustellen, dass Ähnliches in unserem Hause nicht mehr vorkommen kann und unsere Schule ein sicherer Ort für unsere Schüler*innen ist. 

Wilko Braa, Vorstand

Anke Kricks, Öffentlichkeitsarbeit

Sie sind wieder da!

Die Tour de Lauro-Radler*innen kommen wohlbehalten wieder in Überlingen an.

Als die 48 Schüler*innen am 16. Mai zur diesjährigen Tour de Lauro aufbrachen, war wahrscheinlich nur den wenigsten das Ausmaß des bevorstehenden Abenteuers so richtig bewusst. Begleitet wurden sie von einer Entourage von 18 Radbegleiter*innen, 2 Begleitwagenfahrer*innen, 6 Mitglieder des Küchenteams (die die Teilnehmer*innen jeden Tag mit frisch zubereiteten Leckereien beglückten) und 1 LKW-Fahrer.

Während der gesamten Tour hatten die Kinder keinen Kontakt zu ihren Familien, die alle wichtigen Ereignisse über die Tourberichte auf der Homepage „tour-de-lauro.de“ erfuhren. Schon von Anfang an konnte man spüren, dass hier zwei besondere Klassen am Start waren, die sich füreinander sorgten, bei denen es keine Außenseiter gab und deren Zusammenhalt immer stärker wurde. Es entstanden gemischte Gruppen aus beiden Klassen, was durch die jeden Tag neu gebildeten Rad-Teams unterstützt wurde. Aus A und B wurde ein AB. Es war so herrlich anzuschauen, mit welchem Ehrgeiz, Elan und Spaß die Teilnehmer*innen jeden Tag auf die Räder stiegen, obwohl ihnen der Hintern und die Beine schmerzten. Die Radler*innen folgten den Radbegleiter*innen vertrauensvoll durch volle Innenstädte, über Schnellstraßen und manch einen ungewollten Umweg. Die Sicherheit der Kinder stand jederzeit im Vordergrund und bis auf einige Stürze, bei denen jedoch jederzeit genug Schutzengel vor Ort waren, gab es nur kleinere Sachschäden (Reifenpannen, verbogene Lenker, Bremshebel, gebrochene Schaltaugen), die die weitere Teilnahme an der Tour jedoch nicht gefährdeten.

Der Höhepunkt war natürlich die Formationsfahrt in einer Dreierreihe nach und die Einfahrt in Lauro, wo wir alle mit Kirchenglocken und Pizza empfangen wurden. Es flossen Tränen der Freude und der Erleichterung. Es wurde gejubelt, gesungen und sich umarmt.

Ca. 1400 Kilometer Strecke, etwa 8700 Höhenmeter, über 400 Stunden Zusammenhalt und Mitarbeit, ca. 45 Kilogramm Schokocreme! Welch enorme Leistung!

Wir sind einfach nur stolz auf alle Teilnehmer*innen!

Die diesjährige Tour de Lauro war aus Sicht aller ein voller Erfolg.

Die „Tour de Lauro“ ist gestartet

Ab über die Alpen!

Nach wochenlangem, intensivem Training heißt es am Donnerstag, 16. Mai Abschied nehmen: Die mittlerweile schon legendäre „Tour de Lauro“ beginnt! Mit „Viel Glück und viel Segen“ hat die Schulgemeinschaft die SiebtklässlerInnen mit ihren BegleiterInnen vom Schulgelände „entlassen“; sie werden in gut zwei Wochen die über 1.400 km lange Strecke auf dem Rennrad bewältigen. Die Strecke führt über die Alpen, quer durch Toskana und Po-Ebene bis in das nahe Neapel gelegene Dörfchen Lauro, dem die Tour ihren Namen verdankt. Die Strecke hat einige Herausforderungen in petto. Die größte davon ist sicherlich der Splügenpass, aber die 140 km mit 1900 Höhenmetern in der Toskana und die unendliche Monotonie der Po-Ebene sind nicht zu unterschätzen. Täglich radeln die SchülerInnen zwischen 120 und 130 Kilometer, manchmal aber auch etwas mehr durch die oft überwältigende italienische Landschaft.

Seit der ersten Tour im Jahr 1997 ist dieses Highlight ein fester Bestandteil des Jahreslaufes an unserer Schule. Um eine sichere Fahrtechnik in der Gruppe zu entwickeln, trainieren die SchülerInnen im Vorfeld der Tour regelmäßig mit ihren BegleiterInnen in kleinen Teams. Mut, Durchhaltevermögen und Disziplin sind gefordert. Die Tour de Lauro gibt den TeilnehmerInnen die Chance, hautnah die eigenen Stärken und Schwächen zu erspüren, sich und die anderen neu kennen zu lernen und einander zu stützen. Für diese innere und äußere Entwicklung erfahren die Jugendlichen Unterstützung von ihren Eltern und den TourbegleiterInnen. Was vor über 25 Jahren mit 19 SchülerInnen und 6 BegleiterInnen begann, ist über die Jahre zu einem hochprofessionellen „Rennbetrieb“ gewachsen, mit Begleitfahrzeugen, Küchenzelt und einem großen Netz aus Helfern und Begleitern – ohne die diese ehrgeizige und beliebte Unternehmung undenkbar wäre. Wir wünschen allzeit gute und sichere Fahrt!

Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Ausatmen, durchatmen – die Pause nach dem Unterricht am See verbringen, schwimmen, träumen, den Blick weiten: Übers Wasser bis zu den Alpen… und danach erfrischt in die Konferenz? Die Nähe unserer Schule zum Bodensee macht´s möglich! (Mit dem Fahrrad sind Sie durch den Wald in fünfzehn Minuten am Strand).

Wenn Sie Teil eines aufgeschlossenen, unterstützenden Kollegiums sein und unsere schöne Schule kennenlernen möchten, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! Wir suchen zum Schuljahr 2024/25 neue KollegInnen in verschiedenen Fächern der Oberstufe – schauen Sie sich unsere Stellenangebote an.

Stellenangebote

Waldorflehrer*in werden!

Lehrerinnen und Lehrer werden an Schulen dringend gesucht, auch an Waldorfschulen. Deshalb starten die Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg eine landesweite Kampagne zur LehrerInnengewinnung – dieser Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) schließt sich unsere Schule gerne an.

Die Kampagne informiert über vielfältige Möglichkeiten des Quereinstiegs und der Aus- und Weiterbildung, die von den unterschiedlichen Ausbildungsstätten für WaldorflehrerInnen deutschlandweit angeboten werden. Neben den Angehörigen der Schulgemeinschaft will die Kampagne auch gezielt „Externe“, bisher nicht „waldorf-nahe“ Menschen ansprechen und darüber informieren, wie viele Berufe, Fähigkeiten und Interessen dazu befähigen können, an einer Freien Waldorfschule tätig zu werden. Informieren Sie sich gern unter: www.bw-waldorf-lehren.de – und geben Sie diese Info gerne auch an Freunde und Bekannte weiter!

Besonders hinweisen möchten wir hier in Überlingen natürlich auf „unser“ Seminar vor Ort, das die Möglichkeit anbietet, berufsbegleitend in diesen wunderschönen Beruf hineinzuwachsen: www.lehrerseminar-ueberlingen.de

Geschafft!

Herzlichen Glückwunsch zu den Abschlussprüfungen 2023!

Es ist geschafft: Alle Prüfungen sind vorbei! Insgesamt 70 Schülerinnen und Schüler unserer Schule haben in diesem Schuljahr erfolgreich ihre Prüfung absolviert – 19 SchülerInnen haben den Realschulabschluss (RSA), 24 SchülerInnen die Fachhochschulreife (FHR) und 27 SchülerInnen das Abitur bestanden. Insgesamt haben im Abitur sechs, bei der FHR sieben und beim RSA fünf SchülerInnen eine „1“ vor dem Komma; im Abitur war das beste Ergebnis eine 1,1, bei FHR zweimal die 1,0 und beim RSA auch eine 1,0. Der Durchschnitt im Abitur lag insgesamt bei 2,5, in der FHR bei 2,0, im RSA bei 2,2. Wir gratulieren allen SchülerInnen herzlich zum erfolgreichen Bestehen!

Wir sind 50!

Jubiläumsjahr 2022

Was vor 50 Jahren mit dem ersten Schultag am 13.9.1972 im Kleinen begann, ist heute eine ausgewachsene Waldorf-Gemeinschaft: Unter dem...

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Waldorfpädagogik am See

Die Freie Waldorfschule Überlingen wurde 1972 gegründet, wird als Genossenschaft geführt und ist seit 1977 zweizügig. Sie liegt inmitten des Kulturgebiets Rengoldshausen nahe Überlingen am Bodensee. Das Einzugsgebiet erstreckt sich weit darüber hinaus in den Oberen Linzgau und am Bodensee entlang. Heute besuchen rund 900 SchülerInnen täglich dieses architektonisch außergewöhnlich schöne Schulgebäude, 140 MitarbeiterInnen in Kollegium sowie Verwaltung, Hausmeisterei, Mensa und unterstützenden Bereichen sind hier tätig.

Unsere Schule ist eine Gesamtschule, in der die SchülerInnen von der 1. bis zur 13. Klasse gemeinsam im Klassenverband lernen. Unser Ziel ist es, den jungen Menschen einen Raum zu schaffen, in dem sie ihre individuellen Fähigkeiten und Begabungen entdecken und ausbilden können. Ein weiterer Fokus liegt auf der Ausbildung von Sozialfähigkeit und Handlungskompetenzen. Auf unserem Stundenplan stehen kognitive Fächer gleichwertig neben vielfältigen handwerklichen, künstlerischen und Bewegungsfächern.

Die Freie Waldorfschule ist staatlich anerkannt und bereitet auf alle gängigen Schulabschlüsse vor. Sie steht allen Kindern offen, ungeachtet der religiösen und politischen Überzeugung, Nationalität sowie sozialen und finanziellen Lage der Eltern. Sie war die erste Waldorfschule am See, mittlerweile gibt es rund um den Bodensee viele weitere, nämlich in Konstanz, Kreuzlingen, Ravensburg, Wahlwies und Wangen.

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